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Schlagwort: An die Hoffnung Op. 94

URANIA |Die vergessene Muse

Noch in der Renaissance und zu Beethovens Zeiten war sie die berühmteste Muse der Philosophen, Dichter und Gelehrte: Urania – die Gottheit der universellen Liebe und des heiligen Geistes. Häufig wird sie umhüllt von einem Gewand aus Sternen dargestellt, ihre Augen sind gen Himmel gerichtet; in einer Hand hält sie einen Globus und in der anderen Hand einen Zirkel. Urania wird die Fähigkeit zugesprochen die Zukunft vorherzusagen. Gerade habe ich die Tiedge-Vertonungen von Beethoven gesungen und immer noch hallen die Verse in meinem Kopf nach. Tiedges Urania wurde 1801 öffentlich – nur 4 Jahre später komponiert Beethoven An die Hoffnung Op.32 . Der Text, der sich auch mit der Philosophie von Kant beschäftigt – muss Beethoven sehr kostbar gewesen sein. Es wird vermutet, dass bereits 1805 Tiedges Verse ihm Trost gaben sich mit der Vorahnung einer voranschreitenden Taubheit auseinanderzusetzen. Es wundert nicht, dass Beethoven 1813 die Verse neu komponiert und mit An die Hoffnung Op.94 aus einem Strophenlied ein formal komplexes Musikstück wird, wobei die Melodie der Harmonik und des persönlichen Duktus untergeordnet ist. Wie auch unser 2ter Neuer Leipziger Kulturzirkel Von Gottheiten und anderen Gestalten gezeigt hat, der bei Autor und Rechtsanwalt Alexander Pape stattfand, sind Gottheiten und Mythen…

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