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Schlagwort: leere konzertsäle

Irgendwie „Weitermachen“ | Von leeren Konzertsälen und der Kulturverdrossenheit

Ich hatte es bereits in meinen letzten Blogeintrag angedeutet: Immer mehr wird mir gerade deutlich, dass ein engagiertes „Weitermachen“ doch nicht das Allheilmittel sein kann. Wenn ich mich in ein wenig kritisch auf den sozialen Medien über die merkwürdigen Konzertsituationen – zuletzt an der Oper Halle – äußere, bekomme ich doch des Öfteren den Kommentar zurück, dass wir doch alle froh sein sollen, dass irgendwas gemacht wird. Aber ist das auch so? Ich habe nicht den Eindruck, dass man sehr glücklich über die Situation sein kann, wenn man eine gekürzte Opernfassung mit eingestampften Orchester im großem Haus vor 50-Leute starken Publikum spielt. Die Krise wird einen deutlich vor Augen geführt. Das spürt die Musik, das spüren die Musiker, das spürt das Publikum und niemand darf etwas sagen. Mir geht es gar nicht so sehr die Corona-Hygienebestimmungen in Frage zu stellen, die unsere Gesundheit schützen und uns Sicherheit geben. Man braucht nur gen Madrid schauen und dabei feststellen, dass eine zu lockere Richtlinie das Publikum erst recht davor abhält zu kommen. Mir geht es darum, dass ich das Gefühl habe, dass sich die Institutionen und deren Leitung zu wenig in einen Dialog begeben, was diese Krise wirklich bedeutet. Irgendwie ist diese…

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