Zum Inhalt springen

Kategorie: Mozart

#worldoperaday | La Clemenza di Tito

Warum heißt die Oper eigentlich nicht La Clemenza d‘ Amore? Liebe – sie macht so Einiges mit uns. Im Grunde ist die Liebe ein wohlwollendes Ding – viele wohlwollende Taten machen in Summe das Produkt Liebe? Aber ist es so einfach? Laut Mozart lautet die ganz klare Antwort: Nein! Das Leben und die Liebe sind ein komplexes Ding – eine Verdichtung aus vielen unterschiedlichen Absichten auf die wir reagieren und Liebe schon mal mit falscher Aufmerksamkeit verwechseln. Die Personen: So auch im Fall des jungen Sesto, der als Freund des Kaisers Tito Vespasiano, der den Irrungen und Wirrungen der Liebe zum Opfer fällt.  Die Liebe, die er für die schöne, reizende Vitellia empfindet ist einseitig und wird von ihr instrumentalisiert. Aber auch Tito selber – der von Allen geliebten Kaiser – muss doch einen Spiel von Intrigen, politischen Verstrickungen und geschichtlicher Folgen zum Opfer fallen. Wohlwollende Taten eines Einzelnen sind kein Garant für die Liebe und Zuneigung aller. Schließlich kann man keine Verantwortung für den logischen Fortgang der Geschichtsschreibung übernehmen. Im Zentrum der reinen Liebe steht das Päarchen Annio und Servilia, die ob ihrer jungen, naiven Art unbewusst den Ausgang der Geschichte lenken. An ihnen selbst scheint jede Böswilligkeit abgeprallt…

Schreib einen Kommentar