Zum Inhalt springen

Schlagwort: Juliane Harberg En Dialogue

Vorfreude Advent

Das muss gesagt werden: Ich liebe Weihnachten. Bei Weihnachten, wie bei Corona scheinen sich die Menschen in zwei Lager zu teilen: Die Einen, die dran glauben und die Anderen, die nicht daran glauben. Und was liebe ich als Sänger noch mehr als Weihnachten? Genau, gutes Essen. Und an dem Punkt kommt doch schon wieder gerne zusammen. In der Vorweihnachtszeit gehört das Backen in der eigenen Küche einfach dazu. Noch ist unsere Küche eine Großbaustelle, aber bald geht das große Kochen los und ich freue mich euch dann jede Woche zur Weihnachtszeit 2020 ein paar Kreationen vorstellen zu können. In der Zwischenzeit erst einmal ein paar Ideen für die vorweihnachtliche Backfreude aus den letzten Jahren. Wer ist schon resistent gegen duftende Plätzchen und Kuchen? Die Klassiker Klassiker 1: VanillekipferlKlassiker 2: Marzipanstollen Klassiker 3: Baumkuchen Nicht nur die lieben Kleinen, sondern auch für die Großen, sind Pfefferkuchenhäuschen immer fein. Adventssonntag: Ausgiebig Frühstücken ist ein MUSS Adventsfrühstück: Spekkoek und Croissants Was Süßes zum Festessen? Festtagsdessert: Bonet schwarz oder weißFesttagstorte: Operatorte Und für die Genuss zwischen durch sind Cantuccini schnell gemacht und so lecker! Wenn du jetzt Lust auf mehr hast und das eine oder andere Rezept haben möchtest, schreib mir einfach. Eine schöne…

Schreib einen Kommentar

Die Schönen Künste | Seid doch mal laut! Eckt doch mal an!

In meinem Podcast habe ich mich mit dem Thema „Kunst Mit Ecken – muss ein Künstler nur gefallen oder darf man anecken?“ beschäftigt. Seitdem geht mir nicht aus dem Kopf, dass der Begriff der schönen Künste irreführend sein könnte. Auf Zeno.org kann man nachlesen, wie sich die schönen Künste von den technischen oder nützlichen unterscheidet: Schöne Kunst, heißt im Gegensatze zu den technischen od. nützlichen Künsten jede Kunst, deren Producte einen selbständigen ästhetischen Werth haben, deren treu Aufgabe also die Darstellung des Schönen in den Formen u. innerhalb der Grenzen eines ästhetischen Ganzen ist. Den Eintheilungsgrund der Schönen Künste entlehnt man gewöhnlich von der Verschiedenheit der äußeren Mittel der Darstellung; diese sind entweder Töne, od. (ruhende u. bewegte) Gestalten, od. Worte; demgemäß unterscheidet man: a) tonische od. akustische Künste: Musik, entweder reine Instrumentalmusik, od. Gesang od. beide verbunden; b) plastische Künste: Baukunst od. Architektur, Bildhauerkunst (Plastik im engeren Sinne), Malerkunst; c) redende Künste: Poesie (Dichtkunst) mit ihren verschiedenen Formen u. Arten u. Beredtsamkeit. Vermöge ihres Darstellungsmittels ist jede Kunst an gewisse Grenzen gebunden, welche sie ohne Beeinträchtigung ihres eigenthümlichen ästhetischen Charakters nicht überschreiten kann; hierher gehören z.B. die berühmten Untersuchungen in G. E. Lessings Laokoon über die Grenzen der Poesie…

Schreib einen Kommentar

ArtiFACTion auf YouTube | Premiere am 11.11 um 11

ArtiFACTion gibt es nun auch auf YouTube mit großartiger Musik unserer Zeit. Ihr wollt dazu mehr wissen? Dann könnt ihr auf eine neue Folge von Oper & Leben gespannt sein. Hier erzähle ich euch, wie ich an neue Werke herangehe und welche Hilfsmittel ich benutze. Und noch eine Ankündigung für alle Karnevalisten: Am Mittwoch, den 11.11.2020 um 11 Uhr gibt es auf dem Kanal eine Premiere der Uraufführung von Ermis Theodorakis „Lied“. Seid dabei. Ich freue mich schon. Töröö! Viel Spaß dabei.

Schreib einen Kommentar

Der Sängerdarsteller

Next stop: Fragezeichen…?? Ich weiß es nicht, aber Fakt ist, dass die experimentelle, freie Arbeit das ist was ich machen möchte. Warum gehört die Sequenza für solo Stimme eigentlich immer noch nicht in das Standardrepertoire klassischer Sänger, Gershwin aber schon? ArtiFACTion ist meine Antwort auf die Zukunft. Es reicht mir nicht wie eine Marionette auf der Bühne hin und her geschoben, in schöne Kostümchen gestopft und dabei beklatscht zu werden. Ein BUH ist auch mal schön, ein AH und OH NEIN: darum ist man Sängerdarsteller. Da fängt die Arbeit, die Auseinandersetzung an und da fühle ich mich zu Hause. Es geht nicht darum schöne Konzerte mit schönem Gesang, schönem Publikum und schöner Atmosphäre zu singen. Das wäre Design. Diese perfekte Welt mit den perfekten Menschen und den perfekten Stimmen, ist eine Einbahnstraße für die Kunst. Wenn wir perfekt Singen und Schauspielern lernen, dann damit zu brechen und neue Ufer zu entdecken. Hier also ein kurzer Einblick in meine Arbeit neben dem Mainstream. Eine schöne Woche euch.

Schreib einen Kommentar

#worldoperaday | La Clemenza di Tito

Warum heißt die Oper eigentlich nicht La Clemenza d‘ Amore? Liebe – sie macht so Einiges mit uns. Im Grunde ist die Liebe ein wohlwollendes Ding – viele wohlwollende Taten machen in Summe das Produkt Liebe? Aber ist es so einfach? Laut Mozart lautet die ganz klare Antwort: Nein! Das Leben und die Liebe sind ein komplexes Ding – eine Verdichtung aus vielen unterschiedlichen Absichten auf die wir reagieren und Liebe schon mal mit falscher Aufmerksamkeit verwechseln. Die Personen: So auch im Fall des jungen Sesto, der als Freund des Kaisers Tito Vespasiano, der den Irrungen und Wirrungen der Liebe zum Opfer fällt.  Die Liebe, die er für die schöne, reizende Vitellia empfindet ist einseitig und wird von ihr instrumentalisiert. Aber auch Tito selber – der von Allen geliebten Kaiser – muss doch einen Spiel von Intrigen, politischen Verstrickungen und geschichtlicher Folgen zum Opfer fallen. Wohlwollende Taten eines Einzelnen sind kein Garant für die Liebe und Zuneigung aller. Schließlich kann man keine Verantwortung für den logischen Fortgang der Geschichtsschreibung übernehmen. Im Zentrum der reinen Liebe steht das Päarchen Annio und Servilia, die ob ihrer jungen, naiven Art unbewusst den Ausgang der Geschichte lenken. An ihnen selbst scheint jede Böswilligkeit abgeprallt…

Schreib einen Kommentar

Coache dich selbst! 7 Wege für ein glückliches Sängerleben.

Musik ist alles, aber dann eben doch nicht. Ihr kennt das vielleicht… Man arbeitet hart an der Vorbereitung eines neuen Programms, einer neuen Partie oder einfach auch Organisatorisch für das nächste Vorspiel oder Vorsingen. Man bleibt ganz verbissen daran das Notenmaterial, Text , Stilistik und Ausdruck zu studieren. Allmählich fühlt sich der Weg hart und schwer an, wirklich auf der Bühne überleben zu können und man beginnt zu zweifeln. Abstand, Sackenlassen und einfach mal wieder was anderes tun ist dann angesagt.Verbissenheit und Starrsinn tut der Musik so wenig gut, wie zu viel Zucker in deiner Lieblingssüßigkeit. Wie können wir uns also mit vollem Fokus und Disziplin auf die Musik einlassen, ohne diese Aufgabe als die existenziellste unseres Lebens zu begreifen? Mir hat dabei das Standardwerk 7 habits of highly effective people von Stephen R.Covey geholfen. Das TIME Magazine zählt Covey Werk zu den 25 einflussreichsten Management-Methoden. Oh je das klingt jetzt ganz trocken: Management- Methode, aber im Grunde geht es viel mehr darum, wie man effektivsten mit sich und anderen umgeht. Ein Schlüsselwerk in Sachen human Bevor es richtig los geht: Ihr könnt den Blogbeitrag auch als Podcast hören. Hie gibt es einen kleinen Einblick: Der wohl berühmteste Gedanke von…

Schreib einen Kommentar

Oper & Leben | Neue Podcast-Folgen zum Thema: Coache dich selbst!

Es hat sehr lange gedauert, aber in dieser Woche stelle ich nun endlich die neue Podcast-Folge zum Thema „Coache dich selbst! 7 Gewohnheiten für ein glückliches Sängerleben“ online. Die zweiteilige Episode könnt ihr am 22.10 abrufen. Angelehnt an die Methode „7 Habits of highly effective people“ stelle ich dar, warum Musik alles sein sollte, aber dann doch eben wieder nicht, um ein guter Sänger zu sein und ein glückliches Sängerleben zu führen. Verfolgt mal diese Aussagen: Ein guter Sänger ernährt sich gut.Ein guter Sänger sucht den Ausdruck in der Natur.Ein guter Sänger ist körperlich stark.Ein guter Sänger wird den Ausdruck in der Spiritualität zu empfinden wissen.Ein guter Sänger ist kontaktfreudig und leicht im Umgang mit anderen.Ein guter Sänger spricht mindestens 3 Sprachen neben seiner Muttersprache.Ein guter Sänger kann es sich auch richtig gut gehen lassen.Ein guter Sänger ist ein Organisationstalent. Ein guter Sänger ist sorglos und frei. Wie weit entfernt scheint die Opern- und Konzertwelt voller Glamour und Drama der 70er Jahre. Maria Callas soll ja mal gesagt haben: „Nur ein trauriger Vogel kann singen.“ Wenn ich das Interview mit Maria Callas höre, scheint es mir, dass die Operndiva das Gefühle gehabt haben muss gegen eine feindliche Welt anzukämpfen: Umso…

Schreib einen Kommentar

URANIA |Die vergessene Muse

Noch in der Renaissance und zu Beethovens Zeiten war sie die berühmteste Muse der Philosophen, Dichter und Gelehrte: Urania – die Gottheit der universellen Liebe und des heiligen Geistes. Häufig wird sie umhüllt von einem Gewand aus Sternen dargestellt, ihre Augen sind gen Himmel gerichtet; in einer Hand hält sie einen Globus und in der anderen Hand einen Zirkel. Urania wird die Fähigkeit zugesprochen die Zukunft vorherzusagen. Gerade habe ich die Tiedge-Vertonungen von Beethoven gesungen und immer noch hallen die Verse in meinem Kopf nach. Tiedges Urania wurde 1801 öffentlich – nur 4 Jahre später komponiert Beethoven An die Hoffnung Op.32 . Der Text, der sich auch mit der Philosophie von Kant beschäftigt – muss Beethoven sehr kostbar gewesen sein. Es wird vermutet, dass bereits 1805 Tiedges Verse ihm Trost gaben sich mit der Vorahnung einer voranschreitenden Taubheit auseinanderzusetzen. Es wundert nicht, dass Beethoven 1813 die Verse neu komponiert und mit An die Hoffnung Op.94 aus einem Strophenlied ein formal komplexes Musikstück wird, wobei die Melodie der Harmonik und des persönlichen Duktus untergeordnet ist. Wie auch unser 2ter Neuer Leipziger Kulturzirkel Von Gottheiten und anderen Gestalten gezeigt hat, der bei Autor und Rechtsanwalt Alexander Pape stattfand, sind Gottheiten und Mythen…

Schreib einen Kommentar

Irgendwie „Weitermachen“ | Von leeren Konzertsälen und der Kulturverdrossenheit

Ich hatte es bereits in meinen letzten Blogeintrag angedeutet: Immer mehr wird mir gerade deutlich, dass ein engagiertes „Weitermachen“ doch nicht das Allheilmittel sein kann. Wenn ich mich in ein wenig kritisch auf den sozialen Medien über die merkwürdigen Konzertsituationen – zuletzt an der Oper Halle – äußere, bekomme ich doch des Öfteren den Kommentar zurück, dass wir doch alle froh sein sollen, dass irgendwas gemacht wird. Aber ist das auch so? Ich habe nicht den Eindruck, dass man sehr glücklich über die Situation sein kann, wenn man eine gekürzte Opernfassung mit eingestampften Orchester im großem Haus vor 50-Leute starken Publikum spielt. Die Krise wird einen deutlich vor Augen geführt. Das spürt die Musik, das spüren die Musiker, das spürt das Publikum und niemand darf etwas sagen. Mir geht es gar nicht so sehr die Corona-Hygienebestimmungen in Frage zu stellen, die unsere Gesundheit schützen und uns Sicherheit geben. Man braucht nur gen Madrid schauen und dabei feststellen, dass eine zu lockere Richtlinie das Publikum erst recht davor abhält zu kommen. Mir geht es darum, dass ich das Gefühl habe, dass sich die Institutionen und deren Leitung zu wenig in einen Dialog begeben, was diese Krise wirklich bedeutet. Irgendwie ist diese…

Schreib einen Kommentar