Zum Inhalt springen

Kategorie: Sängerleben

Vorfreude Advent

Das muss gesagt werden: Ich liebe Weihnachten. Bei Weihnachten, wie bei Corona scheinen sich die Menschen in zwei Lager zu teilen: Die Einen, die dran glauben und die Anderen, die nicht daran glauben. Und was liebe ich als Sänger noch mehr als Weihnachten? Genau, gutes Essen. Und an dem Punkt kommt doch schon wieder gerne zusammen. In der Vorweihnachtszeit gehört das Backen in der eigenen Küche einfach dazu. Noch ist unsere Küche eine Großbaustelle, aber bald geht das große Kochen los und ich freue mich euch dann jede Woche zur Weihnachtszeit 2020 ein paar Kreationen vorstellen zu können. In der Zwischenzeit erst einmal ein paar Ideen für die vorweihnachtliche Backfreude aus den letzten Jahren. Wer ist schon resistent gegen duftende Plätzchen und Kuchen? Die Klassiker Klassiker 1: VanillekipferlKlassiker 2: Marzipanstollen Klassiker 3: Baumkuchen Nicht nur die lieben Kleinen, sondern auch für die Großen, sind Pfefferkuchenhäuschen immer fein. Adventssonntag: Ausgiebig Frühstücken ist ein MUSS Adventsfrühstück: Spekkoek und Croissants Was Süßes zum Festessen? Festtagsdessert: Bonet schwarz oder weißFesttagstorte: Operatorte Und für die Genuss zwischen durch sind Cantuccini schnell gemacht und so lecker! Wenn du jetzt Lust auf mehr hast und das eine oder andere Rezept haben möchtest, schreib mir einfach. Eine schöne…

Schreib einen Kommentar

ArtiFACTion auf YouTube | Premiere am 11.11 um 11

ArtiFACTion gibt es nun auch auf YouTube mit großartiger Musik unserer Zeit. Ihr wollt dazu mehr wissen? Dann könnt ihr auf eine neue Folge von Oper & Leben gespannt sein. Hier erzähle ich euch, wie ich an neue Werke herangehe und welche Hilfsmittel ich benutze. Und noch eine Ankündigung für alle Karnevalisten: Am Mittwoch, den 11.11.2020 um 11 Uhr gibt es auf dem Kanal eine Premiere der Uraufführung von Ermis Theodorakis „Lied“. Seid dabei. Ich freue mich schon. Töröö! Viel Spaß dabei.

Schreib einen Kommentar

Der Sängerdarsteller

Next stop: Fragezeichen…?? Ich weiß es nicht, aber Fakt ist, dass die experimentelle, freie Arbeit das ist was ich machen möchte. Warum gehört die Sequenza für solo Stimme eigentlich immer noch nicht in das Standardrepertoire klassischer Sänger, Gershwin aber schon? ArtiFACTion ist meine Antwort auf die Zukunft. Es reicht mir nicht wie eine Marionette auf der Bühne hin und her geschoben, in schöne Kostümchen gestopft und dabei beklatscht zu werden. Ein BUH ist auch mal schön, ein AH und OH NEIN: darum ist man Sängerdarsteller. Da fängt die Arbeit, die Auseinandersetzung an und da fühle ich mich zu Hause. Es geht nicht darum schöne Konzerte mit schönem Gesang, schönem Publikum und schöner Atmosphäre zu singen. Das wäre Design. Diese perfekte Welt mit den perfekten Menschen und den perfekten Stimmen, ist eine Einbahnstraße für die Kunst. Wenn wir perfekt Singen und Schauspielern lernen, dann damit zu brechen und neue Ufer zu entdecken. Hier also ein kurzer Einblick in meine Arbeit neben dem Mainstream. Eine schöne Woche euch.

Schreib einen Kommentar

Coache dich selbst! 7 Wege für ein glückliches Sängerleben.

Musik ist alles, aber dann eben doch nicht. Ihr kennt das vielleicht… Man arbeitet hart an der Vorbereitung eines neuen Programms, einer neuen Partie oder einfach auch Organisatorisch für das nächste Vorspiel oder Vorsingen. Man bleibt ganz verbissen daran das Notenmaterial, Text , Stilistik und Ausdruck zu studieren. Allmählich fühlt sich der Weg hart und schwer an, wirklich auf der Bühne überleben zu können und man beginnt zu zweifeln. Abstand, Sackenlassen und einfach mal wieder was anderes tun ist dann angesagt.Verbissenheit und Starrsinn tut der Musik so wenig gut, wie zu viel Zucker in deiner Lieblingssüßigkeit. Wie können wir uns also mit vollem Fokus und Disziplin auf die Musik einlassen, ohne diese Aufgabe als die existenziellste unseres Lebens zu begreifen? Mir hat dabei das Standardwerk 7 habits of highly effective people von Stephen R.Covey geholfen. Das TIME Magazine zählt Covey Werk zu den 25 einflussreichsten Management-Methoden. Oh je das klingt jetzt ganz trocken: Management- Methode, aber im Grunde geht es viel mehr darum, wie man effektivsten mit sich und anderen umgeht. Ein Schlüsselwerk in Sachen human Bevor es richtig los geht: Ihr könnt den Blogbeitrag auch als Podcast hören. Hie gibt es einen kleinen Einblick: Der wohl berühmteste Gedanke von…

Schreib einen Kommentar

Oper & Leben | Neue Podcast-Folgen zum Thema: Coache dich selbst!

Es hat sehr lange gedauert, aber in dieser Woche stelle ich nun endlich die neue Podcast-Folge zum Thema „Coache dich selbst! 7 Gewohnheiten für ein glückliches Sängerleben“ online. Die zweiteilige Episode könnt ihr am 22.10 abrufen. Angelehnt an die Methode „7 Habits of highly effective people“ stelle ich dar, warum Musik alles sein sollte, aber dann doch eben wieder nicht, um ein guter Sänger zu sein und ein glückliches Sängerleben zu führen. Verfolgt mal diese Aussagen: Ein guter Sänger ernährt sich gut.Ein guter Sänger sucht den Ausdruck in der Natur.Ein guter Sänger ist körperlich stark.Ein guter Sänger wird den Ausdruck in der Spiritualität zu empfinden wissen.Ein guter Sänger ist kontaktfreudig und leicht im Umgang mit anderen.Ein guter Sänger spricht mindestens 3 Sprachen neben seiner Muttersprache.Ein guter Sänger kann es sich auch richtig gut gehen lassen.Ein guter Sänger ist ein Organisationstalent. Ein guter Sänger ist sorglos und frei. Wie weit entfernt scheint die Opern- und Konzertwelt voller Glamour und Drama der 70er Jahre. Maria Callas soll ja mal gesagt haben: „Nur ein trauriger Vogel kann singen.“ Wenn ich das Interview mit Maria Callas höre, scheint es mir, dass die Operndiva das Gefühle gehabt haben muss gegen eine feindliche Welt anzukämpfen: Umso…

Schreib einen Kommentar

Irgendwie „Weitermachen“ | Von leeren Konzertsälen und der Kulturverdrossenheit

Ich hatte es bereits in meinen letzten Blogeintrag angedeutet: Immer mehr wird mir gerade deutlich, dass ein engagiertes „Weitermachen“ doch nicht das Allheilmittel sein kann. Wenn ich mich in ein wenig kritisch auf den sozialen Medien über die merkwürdigen Konzertsituationen – zuletzt an der Oper Halle – äußere, bekomme ich doch des Öfteren den Kommentar zurück, dass wir doch alle froh sein sollen, dass irgendwas gemacht wird. Aber ist das auch so? Ich habe nicht den Eindruck, dass man sehr glücklich über die Situation sein kann, wenn man eine gekürzte Opernfassung mit eingestampften Orchester im großem Haus vor 50-Leute starken Publikum spielt. Die Krise wird einen deutlich vor Augen geführt. Das spürt die Musik, das spüren die Musiker, das spürt das Publikum und niemand darf etwas sagen. Mir geht es gar nicht so sehr die Corona-Hygienebestimmungen in Frage zu stellen, die unsere Gesundheit schützen und uns Sicherheit geben. Man braucht nur gen Madrid schauen und dabei feststellen, dass eine zu lockere Richtlinie das Publikum erst recht davor abhält zu kommen. Mir geht es darum, dass ich das Gefühl habe, dass sich die Institutionen und deren Leitung zu wenig in einen Dialog begeben, was diese Krise wirklich bedeutet. Irgendwie ist diese…

Schreib einen Kommentar

Das gute Sängerleben

Was ist das gute Sängerleben? Man möchte meinen, dass diese Frage einfach zu beantworten ist: Anerkennung seiner Leistung als gefragter Musiker mit einer regelmäßigen und zahlreichen Konzerttätigkeit in der Saison. Das ist definitiv auch für mich so. Dennoch kommen weitere Aspekte dazu, die für mich Luxus bedeuten: Einen Sängeralltag, der geprägt ist von Konzert- und Opernprojekten, die den Sänger künstlerisch ausfüllen: Künstlerischer Austausch ist ein ganz wesentliches Grundnahrungsmittel, um seine Kreativität zu behalten.  Diese wenigen Momente, an denen alles stimmt und man nicht in routinierte Probenarbeit verfährt, prägen für mich ein gutes Sängerleben. Manchmal muss man diese Momente auch im Kleinen suchen, wenn man gerade eine neue Partie studiert oder einen Liederabend vorbereitet. Hier gilt es stets nicht in das routinierte Muster zu verfallen nach der Perfektion des technischen und stilistischen Könnens zu verfallen. Vielmehr muss der eigene Blick für die Kunst stets geschärft werden. Ein gutes Sängerleben ist demnach auch geprägt von Zeit fürs Studium und Reflexion. Diese Essenz muss stets vordergründig im Bewusstsein des Interpreten stehen und präsent auf den Konzertbühnen sein. Andernfalls verfällt die Kunst eine Beliebigkeit, ist austauschbar und wird damit ihrer Bedeutung geraubt. Vielleicht ist das eine kleine Annährung zu der Frage, warum ich denke,…

Schreib einen Kommentar

Und nun? Saison 2020/2021

Die letzten Monate mit Konzerten vor einem geschmälerten Publikum und meine Arbeit als Kulturbotschafterin und dem Podcast Oper & Leben haben mir eines gezeigt: Nichts ist wie wir es kannten. Im April und nach der Überwindung der ersten Krise der Verzweiflung, kam dann eine Welle der Euphorie in mir auf und ich habe mich zunehmend auf die Chancen eines Umbruchs konzentriert. Nun aber gibt es spürbar einen Wandel des Konzertlebens, der nicht nur mit dem kalten Kunstmarkt zutun hat, sondern auch und insbesondere mit einer Verachtung der Hochkultur. Und der Kampf um das Erbe hat nun auch äußerlich begonnen. Für mich ist es gar nicht überraschend, dass die Künstleragentur CAMI nun Konkurs angemeldet hat. Schließlich sind Agenturen in erster Linie Wirtschaftsunternehmen. Für mich ist es überraschend, dass die Institutionen (Konzerthäuser, Musikhochschulen und Festivals) ausschließlich ein Thema in den Vordergrund stellen, um eine Debatte über die Kunst zu führen: Die Finanzierbarkeit. Hochkultur hat sehr wenig mit der Kalkulierbarkeit eines möglichen Cash-Flows zu tun und es sollte auch nicht vordergründig um Subventionen gehen. Ist man im deutschsprachigen Raum wirklich so blind gegenüber Visionen, wissenschaftlicher Forschung und Innovation geworden? Ich glaube nicht. In vielen Bereichen gibt es Austausch und den Willen zum Wandeln.…

Schreib einen Kommentar

Die heilige Musik

Das Konzertkarussel beginnt sich langsam wieder zu drehen. Für die namenhaften und große Künstler gibt es so manches kleines Festivalformat, dass nun Aufwind bekommt. Mit im Gepäck die Programme der großen Häuser, die nun für ein 100-köpfiges Publikum darzubieten sind. Dabei beschleicht mich der Gedanke, dass der Kuchen um das große Fressen immer kleiner wird. Das Karussel der Auftrittsmöglichkeiten hat einfach zu viele Mitfahrende und immer geht es in dieselbe Richtung – immer schön im Kreis. Ein vorerst letztes Mal möchte ich an dieser Stelle noch einmal betonen, dass Musik so viel mehr als ihre Auftrittsmöglichkeiten und auch so viel mehr als musikalisches Erbe und Bildung. Das würde ihr nur 10 % gerecht. Wie jede andere Kunstform strebt sie nach dem UNGEHÖRTEM, UNBERÜHRTEM und INNOVATIVEM. Ganz ihrer Natur nach ist sie für mich mehr Wissenschaft, als Soziokultur; mehr Patent, als feinabgestimmtes Allheilmittel; mehr Zukunft, als Rückblick. In diesem Sinne gehe ich in den nächsten Monat mit voller Freude über die Menschen, die den Kern der heiligen Musik bewahren und über die Krisen hinaus ihren Teil dazu beitragen, dass die anderen 90 % einen Raum zur Entfaltung bekommen können. Ein kleiner Ausblick auf mein Highlight des Festivalsommers 2020: Kommt zu Hauf!

1 Kommentar